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275 Tage oder Zeit für ein Zwischenfazit

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Über den Dächern von Santo Domingo - Foto: Barlin Emmy Buenos días, Es wird Zeit für ein Zwischenfazit. Zwar kommt es mir vor, als hätte ich vor Kurzem noch am Hamburger Flughafen gesessen... darauf wartend, dass mein Abenteuer des Jahres 2020 endlich beginnt. Seitdem sind allerdings neun (!) ganze Monate vergangen... oder auch 275 Tage!  Gefühlt ist in dieser Zeit sehr viel passiert und irgendwie auch nicht. Die ersten zwei Monate habe ich in Argentinien verbracht, gefolgt von vier Monaten in Valparaiso, Chile, und seit drei Monaten bin ich mittlerweile in der Dominikanischen Republik. Ich habe in den vergangenen Monaten viel gelesen, gemalt, Reisetagebuch geschrieben, Yoga für mich entdeckt, meine Französischkenntnisse wieder ins Gedächtnis gerufen, mit dem Arabisch lernen angefangen und wieder aufgehört, neue Orte entdeckt, neue Freundschaften geschlossen... und wunderschöne Erinnerungen gesammelt! Der Begriff „Coronavirus“ ist seit Monaten in aller Munde und hält die Welt we...

Mein Alltag in Cabarete

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Die Lagune in der Callejón in Cabarete Hallo zusammen, seit Anfang August bin ich an der Nordküste der Dominikanischen Republik in Cabarete. Das Städtchen zählt ca. 14.500 Einwohner*innen und gefühlt kennen sich hier alle. Cabarete ist in der Surfer- bzw. Wassersportwelt bekannt, da es hier sehr gute Bedingungen für jegliche Wassersportarten gibt... allem voraus die drei Surfsportarten - Windsurfen, Kitesurfen und Wellenreiten. Anfangs habe ich mir vorgenommen Wellenreiten auszuprobieren, aber noch schreckt mich die frühe Uhrzeit ab... ganz nach dem Motto “Der frühe Vogel fängt den Wurm“ oder in diesem Fall sind es die Wellen.  Es werden im Jahr einige Wettkämpfe in den verschiedenen Disziplinen ausgetragen oder Surf-Events veranstaltet. Natürlich nicht im diesen Jahr, da auch COVID-19 hier präsent ist. Die nächtliche Ausgangssperre wird stets verlängert (ich glaube mittlerweile bis Ende September). Tagsüber kann man aber relativ viel machen, da die Restaurants, Bars und Geschäft...

Go with the flow

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Hallo zusammen,  seit meinem letzten Blogeintrag sind mittlerweile schon fast zwei Monate vergangen... und es ist einiges passiert. Die letzten Wochen wurden von diversen Umbrüchen geprägt - vor allem im Juli ist einiges passiert. Es war klar, dass unsere kleine Welt, die wir uns im Muffin Hostel in Quarantäne erschaffen hatten, nicht von langer Dauer sein würde. Die ersten Veränderungen waren in greifbarer Nähe, als wir alle anfingen nach Alternativen zu suchen. Wie kann es weitergehen? Was möchte ich überhaupt? Was kommt als Nächstes? Das sind nur einige von den vielen Fragen, mit denen wir uns beschäftigt haben. Für mich war ganz klar: Ich möchte noch nicht nach Deutschland zurück, aber ich möchte irgendwo hin, wo es warm wird.. schließlich setze mir die Kälte, der Regen, der chilenische Winter im schlecht isolierten Haus mehr zu als gedacht.  Den Anfang machten die beiden Franzosen im Haus. Sie entschieden sich zurück nach Frankreich zu fliegen und buchten ihr...

Ausgangssperre in Valparaiso

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Liebe Leser*innen, nun hat es uns in Valparaíso tatsächlich auch erwischt. Die letzten Wochen waren ungewiss, wie sich die Situation hinsichtlich COVID-19 in Chile bzw. in Valparaíso entwickelt. In meinem letzten Eintrag habe ich kurz berichtet, dass es in der Hauptstadt Santiago und Umgebung seit einigen Wochen eine Ausgangssperre gibt und nun ist es auch in Valparaíso der Fall. Seit Freitagabend, 12. Juni 2020, gilt eine komplette Ausgangssperre in der Stadt. Also können wir das Hostel nur noch verlassen, um Besorgungen für unseren alltäglichen Bedarf zu erledigen. Dafür muss man sich irgendwie online mit dem Ausweis oder Reisepass registrieren und dann bekommt man eine offizielle Erlaubnis das Haus für maximal drei Stunden zu verlassen. Von der Ausgangssperre haben wir zwei Tage im Vorfeld erfahren - ziemlich kurzfristig. Die Schlangen vor den Supermärkten waren in diesen Tagen unglaublich lang und es herrschte ein Gedränge auf den Straßen - viele wollten noch Besorgungen vor d...

Vom Humboldtstrom und anderen Herausforderungen

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Liebe Leser*innen, ich sitze immer noch im Muffin Hostel in Valparaíso, Chile, und es gibt für mich immer noch kein vor oder zurück. Während in Deutschland bereits erste Lockerungen der Corona-Situation umgesetzt wurden, wird hier in Chile eher über eine Verschärfung der Maßnahmen diskutiert, da die Fallzahlen weiterhin steigen. Die Hauptstadt Santiago mit ca. sechs Millionen Einwohner*innen hat seit Kurzem eine komplette Ausgangssperre verhängt, so dass die Menschen vorerst bis zum 12. Juni zuhause bleiben müssen. Jedoch wurde diese Ausgangssperre bereits zwei Mal verlängert. Also es ist noch nicht abzusehen, wie sich die Situation weiterentwickelt. Andere Regionen, in denen die Infektionszahlen verhältnismäßig hoch waren, hatten schon vor einigen Wochen eine totale Ausgangssperre verhängt. In Valparaíso ist dies noch nicht der Fall, aber wir gehen davon aus, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist bis es diese Stadt und Umland trifft. Allerdings müssen Menschen ab 75 Jahre im g...

Mein Lieblingsort in Valparaiso

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Hallo zusammen,  Der Lieblingsplatz der Seelöwen und im Hintergrund ein Teil von Valparaíso  nun bin ich schon fast zwei Monate hier in Valparaíso und es ist noch kein Ende in Sicht. Viel von der Stadt und des Flairs habe ich immer noch nicht kennengelernt. Mein Radius beschränkt sich auf ein paar Blocks um das Hostel herum und auf den Strand, der in 15 Gehminuten zu erreichen ist. Dort habe ich auch meinen Lieblingsspot der Stadt gefunden - auf den Steinen an der Promenade gegenüber den Seelöwen. Der Spot ist besonders an sonnigen Nachmittagen gut besucht und meistens werden auch der vorgesehene Mindestabstand und das Tragen von Gesichtsmasken umgesetzt. Ich sitze dann dort für mich alleine - natürlich ausgerüstet mit einem Buch, meinem Reisetagebuch und einer heruntergeladenen Podcastfolge. Diese Stunden nutze ich ganz gerne um dem Hostelalltag zu entfliehen. Manchmal sind acht Personen unter einem Dach doch ganz schön viel - zumindest für mich. Dieser Ort gegenübe...

The Social Experiment

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“El cambio es el único constante a lo largo del tiempo”  (dt. Die einzige Konstante im Laufe der Zeit ist die Veränderung). Dieses Zitat ist mir bei einer meiner wenigen Streifzüge durch Valparaíso aufgefallen und zurück im Hostel habe ich diesen direkt aufgeschrieben und wir haben darüber gesprochen. Wenn man mit weiteren sieben Menschen unter einem Dach wohnt, ist ein reger Austausch über die eigenen Gedanken unabdingbar. Wir werden ständig mit neuen Situation konfrontiert und müssen uns den Veränderungen anpassen. Es gibt Tage, da kommen wir - komme ich - sehr gut mit der momentan Situation zurecht und dann gibt es wiederum Tage, die etwas holpriger sind. Ich denke, dass ist aber auch ganz normal und völlig okay. Schließlich wurden wir alle völlig unerwartet vom Coronavirus und seinen Auswirkungen getroffen und mussten unsere Pläne angleichen.  Mittlerweile bin ich schon vier Wochen hier - im Lock Down in Chile und scherzhaft nenne ich es das  Social Expe...