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The Social Experiment

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“El cambio es el único constante a lo largo del tiempo”  (dt. Die einzige Konstante im Laufe der Zeit ist die Veränderung). Dieses Zitat ist mir bei einer meiner wenigen Streifzüge durch Valparaíso aufgefallen und zurück im Hostel habe ich diesen direkt aufgeschrieben und wir haben darüber gesprochen. Wenn man mit weiteren sieben Menschen unter einem Dach wohnt, ist ein reger Austausch über die eigenen Gedanken unabdingbar. Wir werden ständig mit neuen Situation konfrontiert und müssen uns den Veränderungen anpassen. Es gibt Tage, da kommen wir - komme ich - sehr gut mit der momentan Situation zurecht und dann gibt es wiederum Tage, die etwas holpriger sind. Ich denke, dass ist aber auch ganz normal und völlig okay. Schließlich wurden wir alle völlig unerwartet vom Coronavirus und seinen Auswirkungen getroffen und mussten unsere Pläne angleichen.  Mittlerweile bin ich schon vier Wochen hier - im Lock Down in Chile und scherzhaft nenne ich es das  Social Expe...

Zwischen Corona, Stromausfall und Erdbeben

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Hallo zusammen, in den letzten Tagen wurde ich häufig gefragt, ob der Coronavirus schon nach Südamerika übergeschwappt sei und ob ich überhaupt etwas von der Situation in Deutschland, in Europa, auf der Welt mitbekommen würde. Die Antwort ist ganz klar: JA! Und das schon seitdem im Januar darüber geredet wird und noch keinerlei Maßnahmen in Europa getroffen wurden. Schließlich liegt Südamerika nicht auf dem Mond. Außerdem schaue ich regelmäßig die Tagesschau in 100 Sekunden, um mich auf dem Laufenden zu halten und habe noch das Glück lokale Nachrichten und Presse in meinen Reiseländern zu verfolgen. So bekomme ich einen umfassenderen Einblick über die Situation und lasse mich nicht nur einseitig berieseln. Ich wurde auch häufiger mit der Frage konfrontiert, ob ich schon Kontakt zu den deutschen Behörden in Chile aufgenommen hätte und ob ich mich nun zurückholen lasse. Die Antwort ist ganz klar: NEIN!  Natürlich muss auch ich meine Reisepläne der aktuellen Situation anpas...

Mendoza y la crisis hídrica

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Foto: Rocio Uriarte Hallo zusammen, Foto: Rocio Uriarte vom 11. bis zum 17. März habe ich eine Woche in der Provinz Mendoza im Westen Argentiniens verbracht. Die ersten vier Nächte habe ich mich in einem Hostel in der kleinen Stadt San Rafael eingebucht. Meine vorherigen Bedenken bzgl. des Alleinereisens sind direkt beim Betreten des Hostels verflogen. Ich habe auf Anhieb nette Argentinier*innen kennengelernt, mit denen ich die komplette Woche verbracht habe. Schließlich war unser nächstes Ziel Mendoza Capital, wo ich zwei Nächte verbrachte. Wir haben viel gelacht, Exkursionen gemacht, wunderbare Gespräche geführt und guten Wein getrunken ... Mendoza ist nämlich bekannt als argentinische Weinregion. In dieser Woche hatte ich dann auch endlich meinen „Klick“-Moment... dieser eine Moment, in dem du merkst, dass du richtig in der anderen Sprache angekommen bist. Für mich hat sich dieser Moment bemerkbar gemacht, als ich Schwierigkeiten hatte mich akkurat in meiner Mutters...

Memoria. Verdad. Justicia.

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Erinnerung. Wahrheit . Gerechtigkeit . Graffiti und Gedenkstein entdeckt im Stadtteil Palermo   In den letzten Wochen sind mir stets Orte der Erinnerung, des Gedenkens begegnet...Orte, die an ein dunkles Kapitel in der argentinische Geschichte erinnern...dabei handelte es sich z.B. um Gedenksteine, Parks, Graffitis an Häuserwänden, die an die Militärdiktatur von 1976-1983 erinnern sollen. Dieser Blogeintrag soll euch einen Einblick in die argentinische Geschichte und deren heutigen Umgang geben. Nachdem Perón 1955 ins Exil gehen musste wurde das Land von politischer Instabilität geprägt...Regierungen wechselten sich ab, bis im Jahr 1976 eine Militärjunta die Macht übernahm und das Land in Angst und Schrecken tauchte. Dem Voraus ging der Tod des amtierenden Präsidenten Perón im Jahr 1974. Weitere Informationen zur Person Juan Domingo Perón könnt ihr meinem Blogeintrag „Hat Perón wirklich immer Recht?“ entnehmen. Nach dem Tod übernahm seine Ehefrau Isabel als verfassung...

Unter voluntari@s

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Hola a todas y todos, in den letzten zwei Wochen hatte ich die Möglichkeit mal wieder Seminarluft zu schnuppern...und zwar diesmal auf der Seite der Teamenden. Ich habe im Vorfeld Kontakt zu dem Koordinator des Freiwilligenprogramms der IERP aufgenommen und es stellte sich heraus, dass sowohl die Zwischenseminare der jetzigen deutschen Freiwilligengeneration sowie das Vorbereitungsseminar der Süd-Nord-Freiwilligen stattfinden werden. Ich habe meine Unterstützung angeboten und das Team auf zwei Seminaren ehrenamtlich verstärken dürfen. Vom 03. bis 08. Februar fand in Baradero ein Zwischenseminar der Freiwilligen aus Deutschland statt. Baradero liegt etwa 150 km nordwestlich von Buenos Aires. Insgesamt besteht der derzeitige Jahrgang aus ca. 65 Freiwilligen, so dass die Gruppe geteilt wurde. Daher habe ich nur die Hälfte der Freiwilligen kennengelernt. Ich glaube, dass wir damals ca. 45 Freiwillige aus verschiedensten Regionen Deutschlands waren. Mit den Jahren kamen neue Proj...

Hat Perón wirklich immer Recht?

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Hallo zusammen, nun bin ich über drei Wochen in Argentinien und es fühlt sich an, als wäre ich schon viel länger hier. Ich fühle mich sehr wohl und mit den Menschen, die ich kenne, ist es so wie immer...als wäre ich gar nicht lange weg gewesen. Vor allem hatte ich sehr viel Spaß mit der Freundin, bei der ich drei Wochen wohnen konnte, und ihrem Sohn. In den letzten Wochen habe ich nicht viel unternommen. Ich habe zwar zwei Mal einen Ausflug nach Capital gemacht, aber sonst bin ich in Morón geblieben. Ich habe viel Zeit mit Lesen auf der Terrasse in der Sonne verbracht, mir wurde die Gegend gezeigt - dabei wurde der neue Lieblingssong meiner Freundin „Roller“ von Apache 207 bei heruntergelassenem Fenster rauf und runter gespielt -  und ich habe die Eltern kennengelernt. Dort haben wir stets die Wochenenden verbracht, da sie ganz in der Nähe wohnen und einen Pool im Garten haben. So hatten wir die Möglichkeit uns bei den Temperaturen (stets 30 Grad C oder mehr) abzukühl...

Los pañuelos verdes

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Hallo zusammen, als ich vor ein paar Tagen einen Ausflug und Spaziergang in Capital Federal - was die eigentliche Hauptstadt von Argentinien ist (s.u. für eine kurze Erläuterung) -  gemacht habe, ist mir am Plaza de Mayo eine junge Frau aufgefallen, die ein grünes Tuch an ihrem Rucksack gebunden hatte. Das kam mir doch irgendwie bekannt vor!  Im Jahr 2018 war nämlich mein Facebook Newsfeed gefüllt davon - geteilte Beiträge von meinen argentinischen Freunden und Bekannten. Dabei wurden die ersten ca. 5.000 pañuelos verdes (grüne Halstücher) bereits 2003 auf einem Treffen von Frauen verteilt. Sie wurden zum Symbol der Frauenbewegung, die sich u.a. für die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen einsetzt. Zwar besagt das Gesetz bereits, dass Schwangerschaftsabbrüche erlaubt seien, wenn das Leben der Frau in Gefahr sei oder es zu sexuellen Übergriffen kam. Allerdings weigern sich einige Ärzte den Eingriff durchzuführen. Dies führt dazu, dass sich Frauen zu heimli...